Backhendl im Essers oder
Wie macht man 24 Portionen Backhendl gleichzeitig?

03. Mai 2012

Wir saßen zu 24 hungrigen Domschnecken (und Gästen) am 15. 3. 2012 in Essers Gasthaus in Ehrenfeld und fragten uns "Wie bekommt man so viele Portionen Backhendl in gleichbleibender und guter Qualität auf den Tisch des Gastes?". Da es an jedem ersten Donnerstag im Monat bei Essers nur Backhendl gibt, machte sich Eure Tastenschnecke, begleitet von einigen hungrigen Freunden, mitsamt seinem Fotoapparat noch einmal dorthin.

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Slow Food Deutschland Abstimmungs-Portal

18. April 2012

Liebe Domschnecken,

Anfang März habe ich Post aus Berlin bekommen, Ihr wahrscheinlich auch. Darin enthalten ist ein Link zum AbstimmungsPortal zur neuen Vereinssatzung.

Da das Ganze einfacher ist als es aussieht, bekommt Ihr hier eine Kurzanleitung.

1) Klickt auf www.liquid-slowfood.de

2) Ganz oben links im schwarzen Balken auf "Registrierung" klicken

3) Im Feld "Invite-Code" die Buchstaben-Zahlen-Kombination inkl. Spiegelstrichen aus dem Brief eintragen und auf "Registrieren" klicken.

4) Nun müßt Ihr eine e-mail Adresse eintragen, an die Euch eine Registrierungs-Mail geschickt wird. Dies ging bei mir umgehend.

5) Guckt in Eure e-mail und klickt auf den kryptischen Link aus der Registrierungs-Mail.

Fertig! Nun könnt Ihr Euch über Vorgänge im Verein informieren lassen und an den Abstimmungen teilnehmen.

Falls Ihr Interesse habt, aber keinen Brief von Slow Food Deutschland aus Berlin bekommen habt, wendet Euch bitte an die Geschäftsstelle Berlin.

Langer Sonntagstisch im KAP am Südkai

05. April 2012

Steffen Kimmig, Inhaber des Restaurants KAP am Südkai und Peter Metternich von der Naturmetzgerei Hennes haben eine lang gehegte Idee umgesetzt: Es wurde eine lange Tafel im Restaurant aufgebaut, an der Liebhaber klassischer deutscher Küche Platz nehmen konnten. „Es kommt ein schöner Sonntagsbraten auf den Tisch!“, sagte Chefkoch Steffen Kimmig. „Wie früher soll es eine Suppe geben, Fleisch mit Gemüse und danach einen leckeren Nachtisch nach traditionellen Rezepten“, ergänzte Peter Metternich. Die Idee fand so großen Anklang, das der Sonntagstisch nun einmal im Monat stattfindet.

Die Kosten inklusive Essen und Getränken betragen € 35,- pro Person, Kinder bis ein Meter Körpergröße zahlen lediglich € 10,-. Für die Kleinen ist eine Spielecke eingerichtet, in der sich der Nachwuchs amüsieren kann, wenn er satt ist.

Der nächste Sonntagstisch ist am 13. Mai 2012. Anmeldungen nimmt das KAP am Südkai gerne entgegen.

Restaurant Eliá

01. April 2012

Verabredung zum Essen: Restaurant „Eliá“ am 07.03.2012

Es regnete an dem Tag. Und die Bahnen streikten. Wie also kommt man nach Lindenthal, wenn man nicht zu den Wassertrinkern gehört? Die ersten Teilnehmer trafen vor der vereinbarten Zeit um 19.00 Uhr ein und standen vor verschlossener Tür, denn man öffnet erst dann. Der nächste trockene Platz war dann eine nahe Kneipe.

Einmal eingelassen fanden sich die neun Teilnehmer an einem langen, schönen Tisch in dem zeitgenössisch angenehm eingerichteten Lokal.

Die Speisenfolge war von so viel Originalität – jenseits und oft oberhalb der üblichen Standards – geprägt, dass ich sie hier im Einzelnen mindestens nennen möchte:

Das Bohnensüppchen mit Honig und Zitrone in der Espressotasse bot eine adäquate Einstimmung auf die kommenden Gerichte und auf die Linie der Küche. Aus einfachen Zutaten mit origineller Würzung entstand ein sehr samtenes Schlückchen, das den Gast endgültig ankommen ließ.

Der Ziegenweichkäse „brulee“ wurde mit Roter Bete und einer Spur Haselnusspesto serviert.

Der „Oktopus“ mit Fava, Schalotten, Chorizo und einer Sauce von Vin Santo war sensationell. Die Fava sind ... Der Oktopus war von selten angetroffener Zartheit. Die Ausgewogenheit von Schärfe und Süße verlieh dem Gericht ein nicht gekanntes Geschmackserlebnis.

Sehr originell war auch das „Kritharotto“, eine eigene Wortschöpfung aus Risotto und den griechischen „Kritharakia“-Nudeln, die wie Reis aussehen, aber keiner sind.

In der Zubereitung mit kleinen Kalmaren, Safran, Limette, Estragon und Salicorne wurde daraus ein frisch duftendes, wunderbar schlotziges Gericht.

Der Thunfisch, bei 69,5 C in Olivenöl pochiert – wie betont wurde – kam mit einem  Tomatentartare, einer Mousse von kleinen Herbergen (Auberginen, wenn der Kalauer erlaubt ist) und Oliven. Die Qualität des Fischs war über jeden Zweifel erhaben, der Gargrad nach meinem Empfinden perfekt.  Es gibt die Momente, wo man die dreifache Portion bekommen oder die Zeit anhalten möchte. Das war einer davon.

In den bisher erwähnten Gerichten konkurrieren die letzten drei um den „Top Act“ des Abends, was einerseits sehr für den Koch spricht und andererseits garnicht entschieden werden muss.

Die Pancetta (vom Schwäbisch-Hällischen Schwein) mit Selleriewurzelpuree, Lauch und Koriandersauce fiel gegen die bisherigen Gänge zurück: ein Würfel von etwa vier cm Kantenlänge war in der obersten Schicht sehr interessant gewürzt. Dann folgte eine ebenso dicke Schicht Fett wie Fleisch. Das Interesse beschränkte sich für mich auf die oberste Schicht; weder auf die Fett- noch auf die Fleischschicht hatte die Oberflächenbehandlung einen Einfluss.

Das Dessert bestand aus weißer Valrhona-Schokolade mit Basilikum und Ananassauce.

Generell werden die Beilagen als kleine Juwelen betrachtet. Das äußert sich in den Arrangements ebenso wie in der dargebotenen Menge. Ich rede hier nicht für überladene Teller. Aber wenn ein Gericht eine Komposition ist, sollte auch die Beilagen quantitativ begleiten können.

Die Weine stammten durchweg von guten Gütern Griechenlands, die es inzwischen wieder gibt. Hier sind bemerkenswerte Entdeckungen guter Weinen aus z.T. autochtonen Rebsorten möglich, die in einer anderen Liga spielen als alles, was man gemeinhin als „jrieschischerwein“ kennt und nicht schätzt.

Leider war nicht jeder Wein vorhanden, der auf der Karte stand (das betraf auch meine Favoriten vom Pangäon-Gebirge).

Der Service war aufmerksam und zurückhaltend. Die ästhetischen Arrangements auf den Tellern entsprachen ebenfalls dem aktuellen Zeitgeist. Die Musik war griechisch, gut ausgewählt und sehr dezent.

Fazit: Das Elia offeriert keine griechische Küche, sondern die Küche eines sehr innovativen, phantasievollen griechischen Kochs! Dies wird in einer für Zentraleuropäer angenehmen Dramaturgie präsentiert.

Heiner Jacobs

Slow Food Vorsitzende Ursula Hudson in den ARD Tagesthemen

28. März 2012

Gestern äußerte sich in den Tagesthemen die Slow Food Deutschland Vorsitzende Dr. Ursula Hudson zum Problem der Lebensmittelverschwendung.

www.tagesthemen.de

Wer zum Beitrag vorspulen möchte: Er beginnt bei 0:25:21.


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